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9 Tipps für natürlich gepflegte Hände & mehr

Raue, rissige Hände, eingerissene und blutige Nagelhaut – unästhetisch und vor allem sehr schmerzhaft

Ich kann davon ein wahres Liedchen singen, so wurde ich doch über Jahrzehnte hinweg,- oh weia, bin ich inzwischen „alt“,- begleitet von einreißender Nagelhaut, die sich nicht selten dann auch noch entzündet hat.

Alle möglichen Cremes habe ich versucht und es „am vermeintlichen Ende“ als gegeben angesehen,- es half doch alles nichts!

Heute verstehe ich die Zeichen meines Körpers besser und weiß, er möchte mir sagen, dass etwas nicht mehr in der natürlichen Balance ist.

Das können verschiedene Faktoren sein und auf die häufigsten werde ich gleich eingehen.
Am Ende gibt es noch einen weiteren Erfahrungsbericht von meiner Einer, der in erster Linie nichts mit den gleich folgenden Faktoren zusammenhängt, aber vielleicht für manchen von euch essentiell sein könnte.

Willst du wissen, was du deinen Händen gutes tun kannst, so musst du dich zuerst an die Ursachenforschung begeben.

Wie schon erwähnt, können hier verschiedene Faktoren eine Rolle spielen,- und nicht selten, oder sogar fast immer, kommen gleich mehrere auf einmal zusammen und ergeben dann das Gesamtbild.


Äußere Einflüsse:

Starke Kälte-/Hitzeeinwirkung strapaziert unsere Haut immens und lässt sich schneller austrocknen.
Je nach Tätigkeit darauf achten, dass du deine Hände nicht zu extremen Temperaturen aussetzt.
Wenn es sich nicht vermeiden lässt, passe Maßnahmen an die jeweilige Situation an.
Zum Beispiel Lanolin nutzen, um die Hände zu pflegen und zu schützen bei deiner Tätigkeit oder verwende entsprechende Handschuhe,- und sei dabei konsequent!

Trockene Heizungsluft – nicht nur unser Hände leiden darunter, auch der Rest der Haut und vor allem unsere Schleimhäute, mit ein Grund dafür, dass wir im Winter anfälliger für Infekte sind.
Abhilfe kann ein regelmäßig befülltes Schälchen mit Wasser auf dem Heizkörper verschaffen.

Übertriebene Hygiene – häufiges Händewaschen und vor allem Desinfizieren zerstört die Hautbarriere und macht sie angreifbar und durchdringbar für schädliche Stoffe und Krankheitserreger.

Daher sollten die Hände nur gewaschen werden, wenn es wirklich notwendig ist und oft reicht reines Wasser,- nicht zu heiß oder zu kalt,- völlig aus.

„Muss“ Seife zum Einsatz kommen, achte darauf, dass du eine benutzt, die dem pH-Wert deiner Haut zuträglich ist.

Dinge tragen, die die Haut verletzen – auch hier muss man, wie bei der Temperatureinwirkung, nach der jeweiligen Tätigkeit handeln.
Solltest du z.B. im Lager arbeiten und viele Kartons oder Paletten tragen müssen, sind normale Stoff-Handschuhe sehr sinnvoll,- wenn sie, aufgrund der Arbeitsbedingungen, keine Gefahr darstellen (eingezogen werden in Maschinen z.B.).
Erkundige dich auch in deinem Betrieb, ob Handschuhe und Handschutz-/Pflegecremes nicht sogar zu den Maßnahmen gehören, die dein Chef dir zur Verfügung stellen muss.
In vielen Branchen ist es Pflicht,- nicht alle setzen es auch wirklich um.
Bestehe darauf, es ist dein gutes Recht!


Innere Einflüsse:

Ein Mangel an verschiedenen Mikronährstoffen führt ebenfalls zu spröder Haut.
Wie kann ein Mangel entstehen?
Unsere Lebensmittel bieten kaum noch die Potenz an Nährstoffen, die wir wirklich benötigen und selbst wenn wir hochwertige Lebensmittel konsumieren, kann es durchaus zu Mängeln kommen.

Eine sehr wichtige Rolle übernimmt hier auch unser Darm,- wie bei so vielem.
Wenn es Probleme gibt, dann kann es zu Mängeln kommen.
Unsere Darmflora könnte zum Beispiel aus den Fugen geraten sein und daher werden nicht mehr so viele Mikronährstoffe aufgenommen und/oder produziert.
Die Darmpflege ist demnach unerlässlich und wirkt sich nicht nur auf deine Hände positiv aus.

Welche Mikronährstoffe stehen in direkter Verbindung mit unserer Haut?

  • Vitamin D (+ Co.Faktoren)
  • Zink
  • Vitamin A
  • B-Vitamine,- vor allem Vitamin B2, B3 + B7
  • Eisen
  • Jod + Selen
  • Vitamin E
  • Silicium
  • Vitamin C
  • Omega³-Fettsäuren
  • MSM
  • Kollagen
  • Coenzym Q10
  • Hyaluronsäure (nicht unter die Haut spritzen 😉 )

Diese Mikronährstoffe sind am häufigsten im Mangel, wenn es um Hautbeschwerden an den Händen geht.

Des Weiteren gibt es auch einige sekundäre Pflanzenstoffe, wie Curcumin (+Piperin), welche die Haut unterstützen, in dem sie ihre antioxidative Wirkung entfalten.

Was tun, um die Mängel auszugleichen?

Ernährung anpassen,- hier bieten sich für den Alltag die Varianten Paleo, traditionell nach Weston Price, GAB, LCHF, Keto und mediterran an.
Die Ernährungsformen lassen sich auch untereinander mischen, da sie sehr ähnlich sind.
Natürlich sollten deine Lebensmittel von guter Qualität sein.

Eine Darmfloraanalyse lässt dich sehen, wie es tatsächlich um deinen Darm und seine Gesundheit steht.
Anhand der Ergebnisse kannst du einen gezielten Darmaufbau starten und in deinem Alltag einbauen.
Wenn bekannt ist, dass entzündliche Prozesse im Darm vorliegen, sollte man sich auch mit der Ernährung nach AIP (Autoimmunprotokoll) auseinandersetzen.
Damit lieferst du deinem Körper viele hochwertige Lebensmittel,- alle Lebensmittel, die enzündungsfördernd sind oder Antinährstoffe enthalten, sind jedoch vom Speiseplan getilgt.
Damit erhält der Darm die notwendige Verschnaufpause, um abheilen zu können.
Anschliessend bieten sich die bereits erwähnten Ernährungsformen an.

Zusätzlich zur Darmfloraanalyse, bietet sich auch eine Mikronährstoffanalyse an, um ganz genau herauszufinden, welche Mikronährstoffe bei dir im Mangel sind und wie viel du ungefähr benötigst, um auf ein gesundes Niveau zu gelangen.

Das Ganze kannst du dann mit deiner Ernährung abgleichen und diese darauf anpassen,- wenn dann dein tgl. Bedarf nicht gedeckt werden kann und/oder zum Auffüllen diverser Speicher, solltest du gezielt mit qualitativ hochwertigen Supplements das Bild abrunden.

Zur Ernährung gehört natürlich auch, dass du jeden Tag deinen Körper mit genug Flüssigkeit, in Form von reinem Wasser, versorgst, damit gewährleistet ist, dass das Wasser alle Arbeiten übernehmen kann, die ihm zugeteilt werden.

Ich weiß aus eigener leidlicher Erfahrung, dass genug trinken oft ein sehr großes Problem für viele im Alltag darstellt.
Zum einen haben die wenigsten noch ein tatsächliches Gespür dafür, wann sie trinken müssen,- Durst ist schon eher ein schärferes Warnsignal unseres Körpers, dass es langsam, aber sicher kritisch um unseren Flüssigkeitshaushalt steht.
Man sollte vorher schon getrunken haben, damit der Körper gar nicht erst zu Warnsignalen greifen muss.
Andererseits wird das Trinken dann gerne verschoben, weil man macht noch gerade dies und das und jenes fertig…,-und dann sind 2, 3, 4 Stunden in wuseliger Betriebsamkeit vergangen,- getrunken hat man aber nichts in der Zeit.
Ich kann das auch heute noch leider sehr gut!

Das Wichtigste für gesunde und gepflegte Hände, ist darauf zu achten, dass die äußeren Einflüsse abgemildert werden, wenn man sie nicht gänzlich vermeiden kann und auf eine gute Mikronährstoffversorgung, damit dein Körper richtig arbeiten kann.


Zum Abschluss der Ursachenfindung möchte ich auch noch darauf hinweisen, dass rissige, raue Hände durchaus auch mit so manchen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden können.

So zum Beispiel mit Diabetes oder Schilddrüsenfehlfunktionen.
Wenn du den Verdacht hast, dass eine Erkrankung vorliegen könnte, dann ist es angebracht mit deinem Arzt oder Heilpraktiker darüber zu sprechen, damit untersucht werden kann, ob etwas an deiner Vermutung dran ist.


Was kannst du sonst noch tun, um deine Hände zu unterstützen?

Von herkömmlichen Cremes und Salben würde ich persönlich die Finger lassen, da sie,- neben einigen anderen schädlichen Stoffen,- sehr häufig als Zutat Erdöl haben.

#MOSH #MOAH

Selbst wenn deine Hände nicht rissig sind, können diese Stoffe deine Haut durchdringen und ungehindert Schaden im gesamten Körper anrichten.
Daher sind solche Produkte keinesfalls empfehlenswert,- auch, wenn viele aus der Erfahrungskunde für deutliche Besserung sorgen können.
Damit schmiert man Symptome weg und schafft sich ein Schadstoff-Depot im Körper, von dem du bewusst keine Ahnung hast, wie es sich auf deine Gesundheit heute, morgen oder in 10 Jahren auswirken kann.
Da wir ja nicht nur auf diese Weise mit Schadstoffen konfrontiert sind, sammelt sich da über die Jahre hinweg eine beachtliche Menge an,- gesund kann das auf keinen Fall sein!

Hinweis: Achtung auch bei fettlastigen und/oder säurehaltigen Produkten,- ob nun Cremes oder auch bei Lebensmitteln.
Wenn diese in Plastik verpackt sind, können sich Schadstoffe,- wie z.B. Erdöl-Bestandteile,- sehr leicht lösen.
Es muss nicht unbedingt sein, dass das Produkt an sich schon belastet ist,- aber spätestens durch den Kontakt mit der Verpackung zieht es dann die Schadstoffe ein.

Es gibt allerdings auch natürliche Möglichkeiten, um deine Hände zu pflegen und das Schadstoff-Risiko auf ein Minimum zu reduzieren.


Öl-Bad für die Hände

Dazu benötigst du folgende Grundzutaten:

  • 1 gute Hand voll Kamilleblüten,- optional 2 Teebeutel
  • 2-3 EL Olivenöl
  • 500 ml Wasser

Optional kannst du noch einen EL Haferflocken hinzugeben.
Die Haferflocken liefern noch mal zusätzlich Nährstoffe.

Die Kamillenblüten desinfizieren und unterstützen die Heilung, das Olivenöl bietet Schutz, Nährstoffe, Feuchtigkeit und wirkt rückfettend.

Zubereitung

Das Wasser aufkochen lassen und die Zutaten damit übergießen.
Warte ab, bis das Wasser auf eine angenehme Temperatur herabgekühlt ist und bade deine Hände für 20 bis 30 Min. darin.

Währendessen die Hände sanft massieren, damit die Durchblutung angeregt wird und die Stoffe besser einziehen können.

Anschließend die Hände NUR abtupfen, nicht trocken reiben!

So bleiben die wertvollen Stoffe des Bades auf der Haut und können weiter einziehen und deine Haut wird nicht durch die Reibung weiter in Mitleidenschaft gezogen.

Du kannst, anstelle des Wassers, auch Buttermilch verwenden.
Hierbei solltest du jedoch darauf achten, dass du die Milch nicht zu stark erhitzt,- bleib in einem Bereich zwischen 35 und 40 Grad, das reicht,- und ansonsten so verfahren, wie beschrieben.
Die Buttermilch bringt natürlich nochmal weitere Nährstoffe, pflegt und schützt deine Haut und macht sie schön zart.

Das Handbad kannst du, bei Bedarf, mehrfach die Woche wiederholen.


Nach dem Bad bietet es sich auch an, die Hände einzucremen.

Dafür empfehle ich reine Kakaobutter, Lanolin oder Sheabutter an.
Etwas kostengünstiger ist Kokosöl.
Bitte darauf achten, dass die Hände dann noch nicht gänzlich trocken sind, ansonsten kann das Öl durchaus eine Feuchtigkeit-entziehende Wirkung entwickeln,- und das wollen wir ja sicherlich nicht.

Ebenfalls sehr wirkungsvoll, aber deutlich zeitintensiver, sind Basebäder,- ob als Vollbad oder nur für die Hände.
Wichtig ist dabei auf die richtige Temperatur, den pH-Wert, die Dauer und echtes Basenbad-Pulver zu achten,- viele verwenden nur Natron, dass ist, aufgrund des gewünschten pH-Wertes nicht effektiv genug und die Osmosewirkung kann somit nicht richtig eintreten.

Auch beim Basenbad werden wertvolle Mineralien geliefert und zugleich wird die Haut zum entgiften angeregt.
Die Haut wird dadurch schon zart und geschmeidig.
Wie bei dem Öl-Handbad, kann das Basenbad nach Bedarf mehrfach die Woche genutzt werden,- ich würde, wenn möglich, Vollbäder empfehlen.

Warum Natron nicht ausreicht, um ein echtes Basenbad zu machen


Öl- oder Honigmaske

Die Maske ist so simpel, jedoch sehr wirkungsvoll.
Einfach die Hände mit einem guten Öl oder Honig eincremen, Baumwollhandschuhe (!) überziehen und über Nacht einfach die Wirkung der Maske entfalten lassen.


Weitere Möglichkeiten, die Hände zu pflegen:

  • DMSO
  • Pechsalbe
  • Gewöhnliche Nachtkerze
  • Aloe vera
  • Ringelblume (Calendula), Creme, Salbe, Handbad (wie oben beschrieben)
  • Johanniskraut/ Rotöl (Sonneneinstrahlung danach vermeiden)
  • Gänseblümchen
  • Bienenwachs
  • Borretsch
  • Mandelöl
  • Jojobaöl

Zum Abschluss möchte ich noch auf ein persönliches Erlebnis eingehen.

Vor ungefähr 15 Jahren hatte ich massive Probleme mit meinen Händen entwickelt.
„Aus dem Nichts heraus“, fingen sie an zu jucken.
Ich dachte zuerst an eine Allergie oder Überbeanspruchung, da es Winter war und durch meine Arbeit in der Metzgerei die Hände ständig starker Belastung ausgesetzt sind,- heißes Wasser, kaltes Wasser, Pökellake, Fleischsaft und Gewürze,- das ganze Programm.

Das Jucken steigerte sich so sehr, dass es schier eine Höllenqual war!
Ich habe alles versucht,- Cremes von A bis Z, verschiedene Handschuhe, auch Ölbäder und so,- es half alles nichts!

Ich war ständig am Kratzen,- bewusst und unbewusst,- meine Hände waren blutig, rau und überall am Reissen.

Termin beim Dermatologen war gesetzt, allerdings sind die bei uns recht rar und ich hätte noch 7 Monate warten müssen.
Ein No Go bei diesem Juckreiz!
Es hat mich verrückt gemacht.
Einzig und allein richtig heißes Wasser über die Hände laufenzulassen, brachte zwar Schmerz, aber auch Linderung mit sich.

Mein damaliger Chef hat dann auch noch versucht einen früheren Termin beim Dermatologen für mich klarzumachen, da ich kurz vor dem Berufsverbot stand,- abgesehen vom hygienischem und ästhetischen Standpunkt aus Sicht des Kunden, war die Situation auch gefährlich, da ich mir leicht eine Infektion hätte holen können.

Nun ja,- so plötzlich, wie es aufgetaucht war, so plötzlich verschwand es dann auch.

Mir ist das erst „später“ aufgegangen, woran es tatsächlich gelegen hat und was mir meine Seele über die Stimme meines Körpers mir sagen wollte: Mädel, du stehst unter massivem Stress!

Die Zeit damals war geprägt von Stress auf der Arbeit, Stress im privaten Bereich.
Ängste, Sorgen um die finanzielle Gegenwart und Zukunft, mangelnder Selbstwert,- einfach alles Scheiße!

Ich hatte in dieser Zeit auch einen „kleinen“ Nervenzusammenbruch, aber auch dies habe ich erst später erkannt.

Die Situation änderte und entspannte sich, als ich die Arbeit, Wohnung und mein komplettes Umfeld gewechselt habe.

Dadurch hatten sich zwar nicht alle Sorgen erledigt, aber zumindest verbessert und das verschaffte meiner Seele soviel Verschnaufpause, wie sie benötigte, um auch meine körperlichen Symptome „fast über Nacht“ verschwinden zu lassen.

Wie gesagt, es ist mir erst später aufgegangen, was da tatsächlich passiert war.
In der Situation drin, hatte ich dafür keinen Blick und die Erkenntnis ließ auf sich warten, bis ich damit begonnen hatte, mich (wieder) mehr mit der Natur, unserem Sein und Achtsamkeit zu befassen.

Daher möchte ich dir einen guten Rat mit auf den Weg geben:
Achte auf dich!
Auf deinen Körper, genau so, wie auf deine Seele.
Beide brauchen Pflege und du solltest sie nicht vernachlässigen,- ansonsten wirst du es durch Zaunpfähle gezeigt bekommen.

Ich kann dir natürlich keine pauschale Empfehlung mit an die Hand geben, was bei dir zu tun wäre,- das musst du schon alleine für dich klären und herausfinden.
Eins gilt aber universell: Wenn du an deiner Situation nichts veränderst,- Veränderung kann durchaus auch bedeuten durch den Schmerz gehen zu müssen,- wird sich in deinem Leben auch nichts verändern.

Wir können nicht erwarten, dass sich unser Leben zum Guten wendet, wenn wir nicht aktiv daran arbeiten.
Und das bedeutet vor allem eins: Lernen Altes loszulassen, auch wenn es wehtut,- du wirst mit Leichtigkeit erfüllt werden. 🙂

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