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4 (und mehr) wirkungsvolle natürliche Mittel bei Insekten-Stichen & Bissen

Der Frühling neigt sich dem Ende zu und wir steuern volles Tempo Richtung Sommer!
Wir genießen die Natur, beim Campen, beim Grillen, der Waldwanderung, dem romantischen Abendspaziergang, beim Schwimmen oder einfach, wenn wir gemütlich im Garten sitzen,- und dann kommen sie, die Plagegeister!

Mücken, Schnaken, Mini-Moskitos,- regional findet man viele Bezeichnungen für sie,- und sie haben nur Eins im Sinn: UNSER Blut!

Aber auch Bienen, Wespen und Hornissen können bedrohlich werden, wenn wir sie in Gefahr bringen und in letzter Konsequenz zustechen.

Dabei möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass gerade Wespen, die oft als aggressiv dargestellt werden, keineswegs „einfach so“ zustechen, sondern einen Grund haben,- zumindest aus ihrer Perspektive!

Sie alle,- auch die Blut-saugenden Quälgeister, haben einen Nutzen für unser Ökosystem und sind essentiell für unser Überleben.

Ob sie als Nahrung für andere Tiere dienen oder als Bestäuber von Blüte zu Blüte brummen.

Auch als Reinigungskolonne sind sie zum Teil unterwegs und vertilgen andere Tiere, die diese Lebensebene verlassen haben.

Deswegen und auch für unsere eigene Gesundheit sollten wir tunlichst auf den Gebrauch von Insektiziden verzichten!

Kümmere dich lieber darum, was du tun kannst, damit du nicht zum Buffet oder als Bedrohung angesehen wirst.


Aber erst einmal schauen wir, was überhaupt passiert, wenn wir gestochen oder gebissen werden.

Je nach Insektenart laufen wir „Gefahr“ gestochen oder gebissen zu werden,- beißen tun vornehmlich die kleinen Vampire.

Bei beiden wird ein Giftstoff in die Wunde geleitet.

Dieser besteht zum größten Teil aus Proteinen, Histamin und Peptide.

Unser Körper reagiert auf diese drei Stoffe sehr empfindlich mit Juckreiz, Schwellungen und sollte es sich um Stiche von Wespen, Bienen und Hornissen handeln, dann auch mit ordentlich Schmerzen.

Bei der Einstich- bzw. Bissstelle bilden sich Quaddeln oder Papeln, die wenige Millimeter, aber auch bis zu 10 cm anschwellen können.

Reagiert man allergisch, können weitere großflächige Schwellungen auftreten.

Abgesehen von den Unannehmlichkeiten sind die Stiche und Bisse in der Regel kein Problem.

Schnell extrem kritisch wird es allerdings, wenn jemand stark allergisch reagiert und einen anaphylaktischen Schock erleidet.

Dann ist schnelle Hilfe geboten, da es im schlimmsten Fall zum Tod des betroffenen Menschen führen kann!

Anzeichen für einen anaphylaktischen Schock:

  • Quaddeln
  • Ausschlag
  • Juckreiz an den Handinnenflächen, an den Fußsohlen und im Intimbereich
  • Jucken, Kribbeln und Brennen im Bereich der Nase, Augen und Rachen
  • Fließschnupfen
  • geschwollene Augenlider und Schleimhäute
  • Enge-Gefühl im Hals bis zur tatsächlichen Atemnot
  • Husten
  • Heiserkeit
  • pfeifende Atmung
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Magenkrämpfe
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Schwindel
  • Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit
  • Herzrasen
  • Blutdruckabfall

Was tun bei einem anaphylaktischen Schock?

<– Dies schreibt „Die Techniker”-Krankenkasse auf ihrer Webseite

Wann solltest du noch zum Arzt?

Auch wenn die Stich-/Bissstelle längere Zeit hart, geschwollen und heiß ist, du nicht weißt, was dich da eigentlich gepiesackt hat und/oder gar andere Symptome, wie allgemeines Unwohlsein und Fieber dazukommen,- es kann sich hier auch eine nicht-infektiöse Blutvergiftung entwickeln.

Dies tritt zwar nur sehr selten auf, aber auch hier ist der Gang zum Arzt unerlässlich.

Das Gleiche gilt für einen Stich im Mundraum und Rachenbereich,- Eiswürfel können eine Schwellung lindern, bis man beim Arzt ist; bitte nicht zögern, auch wenn du sonst nicht allergisch reagieren solltest!


Zum Glück sind solche gravierende Vorfälle selten und einige einfache Hausmittel reichen in der Regel aus, um Linderung zu verschaffen.

Bei allen Bissen und Stichen kannst du die nachfolgenden Maßnahmen in Angriff nehmen.

Eine Besonderheit gibt es allerdings vorab:
Sollte dich eine Biene gestochen haben, kontrolliere die Einstichstelle darauf, ob der Stachel noch steckt.
Bei Hornissen und Wespen kann dies nicht geschehen,- Ausnahmen gibt es aber auch hier,- Bienen haben einen Widerhaken am Stachel, weshalb er fast immer stecken bleibt.

Dies bedeutet nicht nur, dass du unbedingt den Stachel entfernen solltest, sondern auch den sicheren Tod für das fleißige Insekt, da die Bienen sich den hinteren Teil ihres Leibes dabei abreißen.

Bienen stechen daher nur einmal,- im Gegensatz zu Hornissen und Wespen,- seltene Ausnahmen bilden hier natürlich auch die Regel.

Manchmal kommt es sogar vor, dass die Biene inkl. Stachel an dir hängen bleibt.
In diesem Fall solltest du etwas flaches hartes zur Hand nehmen und vorsichtig versuchen den Stachel aus deiner Haut zu schieben,- im Idealfall funktioniert dies mit einer Pinzette sehr gut.

Vielleicht gelingt es dir dabei, das Leben der Biene zu retten.

Hängt das Bienchen nicht dran, sollte der Stachel dennoch schnell entfernt werden, da der Giftbeutel oft noch dran ist und so weiter Bienengift in die Wunde gelangen kann,- ist der Giftbeutel noch vorhanden, achte bitte darauf, dass du ihn nicht drückst, da so zusätzliche Gift entleert wird.

  • Hitze ist sehr effektiv, um einen Biss oder Stich schnell zu behandeln.
    Das Eiweiß im Gift denaturiert bei Hitzeeinwirkung,- sprich; es gerinnt und kann sich damit nicht weiter ausbreiten.

Dazu wird ein Löffel oder Messer heiß gemacht,- dabei sollte es zwar heiß sein, aber verbrennen darfst du dich damit auch nicht,- und auf die betroffene Stelle gehalten.
Zusätzlich schließen sich bei der Hitzeeinwirkung die Poren, weshalb Krankheitserreger es schwerer haben in die Wunde einzudringen und es desinfiziert zugleich.

  • Verschiedene Umschläge können für Linderung des Juckreiz und der Schmerzen sorgen, so wie auch das Abschwellen begünstigen und bringen wohltuende Kühe mit ins Spiel.
    Dazu eignen sich Umschläge aus Essigwasser, Zitronen- oder Zwiebelsaft, Quark, Gurken, Ton-/Heilerde, mit Pfefferminze oder Petersilie gemischt und Kohlwickel.

  • Ätherisches Lavendel- oder Teebaum-Öl kann beim Abschwellen helfen, wenn es lokal aufgetupft wird,- hier bitte auf die Qualität und den Hersteller-Anwendungshinweis achten!
    Du kannst die beiden Öle auch gut miteinander vermischen, um die Wirkung anzuheben.
  • Kühle in Form von Kühlpads oder Eiswürfel,- in ein feuchtes Handtuch gewickelt,- lindert ebenfalls die Schwellung und senkt die Entzündungsreaktion.
    Auch verhindert diese Maßnahme, dass weitere Krankheitserreger es zu leicht haben, in die Wunde einzudringen.

Nun einige Pflanzen, die zerrieben für Linderung sorgen können:

  • Spitz- und Breitwegerich
  • Rubrechtskraut/stinkender Storchenschnabel
  • Bohnenkraut
  • Basilikum
  • Arnika,- hieraus kann man einen Sud herstellen zum Auftupfen, nicht trinken (!)
  • Gänseblümchen

Auch von innen lässt sich arbeiten.
Folgende Maßnahmen kannst du für die innere Unterstützung anwenden:

Da wir stark auf das Histamin in dem Insektengift reagieren, ist es sinnvoll diesem eben entgegenzuwirken.

  • Dazu kannst du im Akutfall hoch dosiert Vitamin C nehmen,- aber nicht alles auf einmal, sondern schön über den Tag verteilt, jede Stunde 50 mg bieten sich hier an.
    Keine Sorge vor einer Überdosierung,- was manche dann befürchten,- Vitamin C ist wasserlöslich und wird einfach mit dem Urin ausgeschieden, wenn zu viel vorhanden ist,- auch ein Grund, warum du es über den Tag verteilt und nicht auf einmal nehmen solltest.

    Eine tatsächliche Überdosierung mit Vitamin C ist sehr unwahrscheinlich,- außer du bist so verrückt und nimmst eine Großpackung auf einen Schlag zu dir.
  • Des Weiteren hilft Reishi sehr gut bei Histamin, um den Spiegel zu senken,- zudem werden dem Vitalpilz viele weitere gute Eigenschaften zugesprochen.
  • Meide histaminhaltige Lebensmittel,- Welche Lebensmittel viele Histamine enthalten, kannst du in wenigen Sekunden selbst ergoogeln.
  • Genug trinken!
    Dein Körper arbeitet gegen das Gift und benötigt dann von einigen Stoffe mehr, als im „Normalbetrieb“.
    Wasser unterstützt diese Vorgänge und spült so richtig schön durch.

Zusatz-Info:
Was brummt hier denn so laut?
Ach, eine Hummel!
Die haben wir ja ganz vergessen!
Im Gegensatz zu dem weit verbreiteten Glauben, dass Hummeln beißen, stechen sie durchaus zu,- mit einem großen „ABER!“

Männliche Hummeln besitzen keinen Stachel und können sich daher nicht wehren.

Weibliche Hummeln haben durchaus einen Stachel, mit dem sie auch mehrfach zustechen können.
Da die Hummel jedoch eher zu den gemächlichen Brumseln gehört, statt zu den wendigen und fleißigen Bienchen, tut sie es sich sehr schwer im Flug zu stechen.

Sie landet lieber und hält sich mit ihrem Beißwerkzeug fest,- das kann durchaus auf dem zu stechenden Objekt sein, weshalb viele glauben, dass Hummeln beißen, aber nicht stechen.

Wenn sie sich richtig positioniert hat, wird der Stachel ausgepackt und in den „Feind“ gestoßen.

Wir Menschen haben in der Regel bis dahin schon längst das „beißende“ Insekt entdeckt und entfernt.

Sind wir doch zu langsam und werden tatsächlich gestochen, ist das Gift von Hummeln nicht so stark wie von anderen stechenden Insekten und verursacht weniger Beschwerden,- sollte keine Allergie vorliegen.

Bis wir eine Hummel soweit gereizt haben, dass sie sich zum Zustechen bequemt, muss aber auch schon eine ganze Menge geschehen.
Eine Ausnahme bilden hier Baumhummeln, die sind ein wenig stechfreudiger,- aber kein Vergleich zu Bienen, Wespen oder Hornissen.

Ist sie nicht eine wahre Schönheit?! 🙂

Zu guter Letzt: Der sinnvollste Weg Insekten-Stichen und Bissen beikommen, ist, sich gar nicht erst beißen oder stechen zu lassen.
Wer hätte es gedacht! 😀

Wie du dies auf natürlichem Weg gestalten kannst, werde ich dir in einem weiteren Beitrag zusammenfassen.
Also, schau die Tage erneut vorbei,- und in der Zwischenzeit lies dich doch mal in das Thema „Endokrine Disruptoren – Vergifteter Haushalt“ oder „14 natürliche Antibiotika für deine Gesundheit“ ein.

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