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Zwiebel -Superfood der heimischen Küche

Immun-Booster aus der heimischen Küche – Zwiebeln

Die Zwiebel ist schon seit Jahrtausenden ein Symbol für Furchtbarkeit, Wachstum, Erneuerung und die Wiedergeburt.

In Griechenland gibt es sogar noch heute das Brauchtum Zwiebeln an die Haustür zu hängen, um den Menschen des Hauses Gesundheit, persönlichen Wachstum und Erneuerung zu wünschen.

Bei den alten Ägyptern, Griechen und Römern war die „Jungfer mit den sieben Häutchen“ als Wunderheilmittel bekannt. Sie wurde dort nicht nur als Arznei, sondern auch als Aphrodisiakum eingesetzt.

Heutzutage wird sie bei uns weit unterschätzt,- dabei sind sie so reichhaltig und wertig für unsere Gesundheit,- und das relativ günstig!


  • Antibakteriell
  • antiviral
  • Thrombosen-vorbeugend
  • Krebs-hemmend
  • Blutzucker- und Fett-senkend
  • Durchblutungsfördernd
  • Antioxidans
  • Entzündungshemmend

Zusätzlich unterstützt sie den Darm und kann dabei helfen, Fehlbesiedlungen zu vermeiden.
Rote Zwiebeln sind im Vergleich zu den weißen Zwiebeln in ihrer antioxidativen und entzündungshemmenden Kraft um die 76 % höher,- natürlich ist die Qualität entscheidend!


Du kannst sie nicht nur präventiv nutzen, sondern auch, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist:

  • Grippe
  • Erkältung
  • bakterielle Lungenentzündung
  • Verdauungsbeschwerden
  • Wunden
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Narben
  • Ohrenschmerzen
  • Blaseninfektion
  • rheumatische Beschwerden

Reichhaltig kommt sie daher mit einigen Mineralien, sekundären Pflanzenstoffen und Vitaminen, wie zum Beispiel:

  • Selen
  • Jod
  • Zink
  • Mangan
  • Kalium
  • Vitamin C
  • B-Vitamine
  • Schwefel

Außerdem ist die Zwiebel eine der Silizium-reichsten Pflanzen überhaupt!
Mit Dank an Bruno Kugel und seiner Gruppe Silizium – Baustein des Lebens!


Verwendungsmöglichkeiten


Zwiebelsäckchen/-Wickel

Zwiebelwickel und Säckchen haben sich bei groß und klein bewährt, wenn es um Ohr-, Hals- und Blasenschmerzen geht.
Einfach eine Zwiebel grob zerkleinern, in einem Topf oder Pfanne erwärmen und in ein Tuch einschlagen, wenn du einen Wickel machen möchtest, oder in einen Waschlappen oder alte Socke füllen, für ein Zwiebelsäckchen.

Anschließend die Zwiebeln etwas drücken, mit dem Handballen oder dem Nudelholz, damit der Saft austreten kann.
Bei Halsschmerzen kannst du den Wickel um den Hals legen,- das funktioniert im Liegen natürlich am besten.
Auch ein Brustwickel, um die Atemwege wieder freizubekommen und Entzündungen zu lindern, sollte natürlich im Liegen gemacht werden.

Auch bei Blasenentzündung haben sich Zwiebelwickel zur Linderung bewährt.

Bei Ohrenschmerzen verwendest du das Säckchen.
Mit einem Stirnband lässt es sich leicht auf dem Ohr fixieren oder du legst sich auf das betroffene Ohr,- dann solltest du aber ein Handtuch unterlegen, damit dein Kissen nichts abbekommt.


Aufgeschnittene Zwiebel

Wenn du „die Nase voll hast“, schneide eine Zwiebel auf und stelle sie neben dein Bett,- der Geruch ist natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, aber sie hilft deine Atemwege wieder freizubekommen.
Sollte es gerade Winter sein und deine Heizung läuft, ist ein Schälchen mit Wasser auf der Heizung auch super geeignet, um bisschen die Luftfeuchtigkeit zu steigern und damit deine Schleimhäute zusätzlich zu unterstützen.


Zwiebel-Sirup

Zwiebel-Sirup ist nicht nur schmackhaft-aromatisch, sondern auch ganz leicht selbst herzustellen und bietet eine angenehme Alternative, zu gekauftem Hustensaft, die auch für Kinder geeignet ist.

Dazu benötigst du ca. 150 g Zwiebeln,- vorzugsweise rote, da der Eigengeschmack nicht so sehr hervorsticht,- die gleiche Menge an Zucker und ein sauberes Schraubglas.

Zwiebeln schälen und in feine Stückchen hacken.
Schichtweise mit dem Zucker abwechselnd in das Glas füllen und verschließen.

Nun geduldig den Zucker seine Arbeit machen lassen.

Nach ca. 2-3 Std. kannst du die entstandene Flüssigkeit durch ein feines Sieb abseihen.
Dazu eignet sich auch wunderbar der abgeschnitten Fußteil einer Nylonstrumpfhose oder Stumpfes.

Der Zwiebel-Sirup ist durch den Zucker mehrere Monate haltbar, wenn sauber gearbeitet wurde.
Am besten sollte er an einem kühleren Ort aufbewahrt werden und keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.
Ein Glasgefäß aus Braunglas eignet sich besonders gut dafür.

Du kannst den Sirup auch mit Honig vom heimischen Imker herstellen.
Dazu einfach statt dem Zucker 3-4 Tl Honig mit den Zwiebelstückchen vermischen und im Schraubglas 12 Std. ziehen lassen.
Nach der Ziehzeit abseihen und die Zwiebelstückchen zur Seite stellen.
Der Honig-Zwiebel-Sirup hält sich allerdings nur einige Tage und sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Die restlichen Zwiebeln kannst du mit etwas heißem Wasser aufgießen, einige Minuten ziehen lassen und abseihen, um anschließend den daraus entstandenen Tee zu genießen.

Der Sirup kann beim Schleim-lösen unterstützen und lindert den Hustenreiz.

In Verbindung mit Kräutern kannst du die Wirksamkeit des Zucker-Sirups noch erhöhen.
Dazu sind Spitzwegerich und Salbei sehr gut geeignet, ebenso wie Tannenwipfel oder wenn du das Frühjahr verpasst hast, kannst du auch die Nadeln von Kiefern und Fichten nutzen.
Dein erwähltes Kraut oder die Nadeln einfach mit in das Schraubglas hinzugeben,- diesmal aber ca. 2 Wochen stehen lassen, damit die ätherischen Öle austreten können.
Danach genau so verfahren, wie oben bereit beschrieben.


Mehr über die Verwendung von Kiefern- und Fichtennadeln findest du auch hier:
Tannen-Tee und mehr – Gutes aus heimischen Wäldern


Insektenstiche

Zwiebelscheiben verschaffen Linderung bei Insektenstichen.
Einfach die Zwiebel in Scheiben schneiden und auf die betroffene Stelle legen.


Tipp für die Küche:

Wenn du Probleme mit Blähungen beim Verzehr von Zwiebeln hast, dann kannst du sie in der Zubereitung mit Thymian, Fenchelsamen, Kreuz-/Kümmel und Ingwer verbinden, um die blähende Wirkung zu mindern.


Wusstest du, dass die Zwiebel Heilpflanze des Jahres 2015 war?


Selbst Zwiebeln anpflanzen?

Im März oder April Steckzwiebeln mit einem Abstand von 20 cm in die Erde stecken,- also bitte nicht so eng, wie auf dem Bild,- und bedecken.
Dabei sollte die Spitze ein kleines bisschen über die Erde hinausragen.

Damit die Zwiebeln nicht durch die Bodenfeuchtigkeit wieder aus der Erde herausgedrückt werden, kannst du sie in der Nacht vorher in einem Wasserbad einweichen.

Die Zwiebel ist ziemlich anspruchslos,- bis auf einen sonnigen Platz und etwas lockere Erde benötigt sie nichts.
Allerdings solltest du darauf achten, dass im Jahr zuvor an deinem ausgewählten Standort keine Zwiebeln gewachsen sind, um die Fruchtfolge zu beachten.

Erntereif sind die Zwiebeln, wenn das Laub vertrocknet.

Du kannst aber auch statt der Steckzwiebeln, Samen verwenden,- hier ist die Auswahl größer.
Die Zwiebeln aus Samen gezüchtet benötigen allerdings etwas mehr Zeit zum Wachsen und Reifen, als die Steckzwiebeln.

Zwiebel-Samen findest du zum Beispiel hier bei der „Arche Noah„.
Arche Noah setzt sich seit über 30 Jahren für den Erhalt der Artenvielfalt ein und hat so manche Rarität im Sortiment.

Hinweis:

Immer darauf achten, dass die Erde schön locker bleibt und (Un-)Kraut-frei.

Also: Hopp, hopp – ran an den Stinker!

Den zweiten besonders wertvollen „Stinker“ findest du hier:
Knoblauch – kleiner Stinker ganz groß!

2 Gedanken zu „Zwiebel -Superfood der heimischen Küche

  1. man sollte noch den unterschied zur gemüsezwiebel darstellen

    1. Danke für den Hinweis,- ich werde in Kürze noch die einzeln „Zwiebel-Kategorien“ auflisten. 🙂

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