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Zu viel oder zu wenig Magensäure – das ist hier die Frage!

Du leidest unter Sodbrennen?
Hast häufiger Druck im Magenbereich?
Dann liegt es ja nahe, dass dein Magen zu viel Säure produziert,- oder?

Falsch!
Denn tatsächlich ist es so, dass ein Mangel an Magensäure häufiger vorkommt, als zu viel und kaum jemand weiß das!


Symptome von Magensäure-Mangel:

  • Sodbrennen, Reflux, saurer Geschmack im Mund
  • Bauchschmerzen/ Magendruckgefühl
  • Völlegefühl & Blähungen,- oftmals im oberen Bauchbereich
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Allergien & Nahrungsmittelunverträglichkeiten,- z.B. eiweißhaltiger Kost & Fleisch
  • Afterjucken
  • Abneigung Fleisch gegenüber
  • Bedürfnis weiter zu essen, obwohl Magen voll ist
  • Infektanfälligkeit,- vor allem im Magen-Darm-Trakt
  • Übelkeit
  • Reizdarm
  • Afterjucken
  • Antriebslosigkeit & Müdigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Mikronährstoff-Mängel

Die Magensäure hat die Aufgabe zum Teil unsere Nahrung aufzuspalten.
Wenn zu wenig vorhanden ist, dann können manche Verdauungsprozesse nicht stattfinden, wodurch es Mikronährstoff-Mängeln kommen kann und Allergien und Unverträglichkeiten, da Nahrungsbestandteile im Körper weitergeleitet werden, die eigentlich aufgespalten sein sollten und dein Immunsystem wird getriggert.
Auch kann Eiweiß nicht richtig verdaut werden und beginnt zu fermentieren, worauf dann Völlegefühl und Blähungen auftreten.

Ihr zweite und ebenso wichtig Aufgabe ist es, uns vor diversen Eindringlingen zu schützen, die durch den Mund in unseren Körper gelangen.
Wenn die Magensäure-Produktion gehemmt ist, haben die Eindringlinge es sehr einfach in den Körper zu gelangen und können zum Beispiel für eine sogenannte SIBO (Dünndarm-Fehlbesiedlung) sorgen, eine Fäulnisflora kann entstehen oder Helicobacter hat im Magen leichtes Spiel.

Die kann schließlich dann auch zu einem Leaky Gut führen und einer ausgeprägten Histaminintoleranz.

Was sind die Ursachen bei einem Mangel an Magensäure?“

  • Nebennierenschwäche/ Adrenal Fatique-Syndrom/ Cortisol-Mangel
  • Schilddrüsen-Fehlfunktion
  • SIBO
  • Antibiotika
  • Protonenpumpenhemmer, wie Pantoprazol bei längerer Einnahme
  • Candida
  • zu viele (leere) Kohlenhydrate
  • Mikronährstoffmangel*
  • H2-Rezeptor-Antagonisten/ Antihistaminika
  • diabetische Neuropathien/ Nervenschädigungen durch Diabetes
  • Nervengifte,- Alkohol, Zigaretten
  • Stress
  • Missbrauch von Natron/ tgl. Dauereinnahme von Natron über lange Zeit

*Ein Magensäure-Mangel kann begünstigt werden durch einen Mangel an Mikronährstoffen.

Cholin, Vitamin B12 und B5 werden benötigt, damit Acetylcholin entstehen kann,- ein Neurotransmitter.
Dieser gibt Signale an die Nerven, die für die Magensäureproduktion beteiligt sind und leitet sie an, ihre Arbeit zu tun.

Um dann Magensäure produzieren zu können, braucht es folgende Mikronährstoffe:

  • Vitamin B1
  • Zink
  • Eisen
  • Jod
  • Kalium
  • Natriumchlorid (NaCl),- nicht mit Natriumchlorit (NaClO2) zu verwechseln!

Wenn der Mangel vorliegt, können einige Mikronährstoffe nicht richtig aufgenommen und verwertet werden,- dazu zählen:

  • Mangan
  • Zink
  • Eisen
  • Magnesium
  • Calcium
  • Chrom
  • Selen
  • Bor
  • Kupfer
  • B-Vitamine,- vor allem B12

„Wie stelle ich nun fest, ob ich an Magensäure-Mangel oder Überschuss leide?“

Ganz einfach!

Ein bewährtes Hausmittel gegen ZU VIEL Magensäure ist Natron.

Natron reagiert mit der Magensäure und neutralisiert sie.

1Tl Natron in ein Glas mit lauwarmen Wasser auflösen und trinken.
Solltest du aufstoßen müssen, dann hast du zu viel Magensäure.

Wenn das Aufstoßen jedoch ausbleibt, ist es ziemlich sicher, dass es dir an Magensäure mangelt, da das Natron nicht auf genug Säure trifft, um es zu einer ausreichenden chemischen Reaktion kommen zu lassen, die entsprechende Gase bildet und die aufstoßen lässt.

Schön veranschaulichen kannst du diesen Test auch, wenn du etwas Natron in ein Glas mit Essig gibst,- es beginnt sofort zu blubbern und schäumt über (Achtung,- am besten diesen Versuch auf der Spüle machen, damit es keine Sauerei gibt 😉 )

„Was kann ich tun, um die Magensäureproduktion anzukurbeln?“

  • warmes Wasser trinken,- mind. Zimmertemperatur, leicht erwärmt ist jedoch empfehlenswerter, dazu auch mal in die TCM einlesen – „Warmes Wasser trinken? Urgs!
  • nicht mehr vor, während und direkt nach dem Essen trinken,- wenn, dann nur sehr wenig, damit die Magensäure nicht verdünnt wird und das Essen verdauen kann
  • Bitterstoffe – Nahrung entsprechend anpassen, Bittertropfen wie „Kräuteressenz mit Auszügen aus Bitterkräutern“ oder „Bitterliebe“ – „Bitterstoffe – Nein, danke! Oder doch?
  • Verzicht auf leere Kohlenhydrate, gemäßigter Verzehr von guten Kohlenhydraten
  • fermentierte Lebensmittel in den Alltag einbauen
  • Mahlzeiten auf kleine Portionen über den Tag verteilen, statt großer,- ordentlich kauen & einspeicheln
  • Verzicht auf Alkohol und Rauchen (Schluss mit Rauchen)
  • Stress-Management – Achtsamkeitsübungen, Meditation, Yoga, binaurale Beats

Zudem erweist sich Reishi als nützlich, um die Begleiterscheinungen von Magensäure-Mangel zu lindern, da er die Schleimhäute unterstützt, Entzündungen entgegenwirkt und zusätzlich Nerven-stärkende Wirkungen hat, wodurch man Stress besser bestreiten kann.


Wenn du denkst unter Magensäure-Mangel zu leiden, solltest du dir fachliche Unterstützung von einem Orthomolekularmediziner oder ganzheitlichem Arzt und Heilpraktiker mit Fortbildung im Bereich der Mikronährstoffe suchen.

Folgende Mikronährstoffe sollten gecheckt und bei Bedarf nach Anweisung supplementiert werden:

  • Magnesium
  • Kalzium
  • Cholin
  • Pepsin
  • Jod
  • Tryptophan
  • Kupfer
  • Betain HCL
  • Selen
  • Chrom
  • Mangan
  • Eisen
  • Tyrosin
  • Vitamin-B-Komplex
  • Inositol
  • Phenylalanin
  • Bor
  • Zink
Ling Zhi Reishi

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