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Jod- Mangel oder Überschuß?

Jod ist für unseren Körper essentiell.
Leider sind noch viele in dem Irrglauben, dass Jod generell schädlich sei bzw. wir einer starken Überdosierung ausgesetzt wären, aufgrund der Jodierung von Lebensmitteln,- wie zum Beispiel Salz.
Das stimmt allerdings nicht.

Anzeichen für einen Jod-Mangel:

  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Kraftlosigkeit
  • trockene & schuppige Haut
  • Haarausfall
  • Gewichtszunahme
  • Schwellungen am Hals
  • Menstruationsbeschwerden, unregelmäßig, sehr stark, schmerzhaft usw.
  • Lern- & Gedächtnisschwäche
  • Depressionen
  • Muskelkrämpfe
  • brüchige Nägel
  • Kopfschmerzen
  • Ödeme
  • kalte Füße & Hände

Wirkung von Jod:

  • reguliert Stoffwechselprozessen in fast allen Körperzellen
  • bildet die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) & Tetrajodthyronin (Thyroxin, T4)
  • antibakteriell
  • Blut reinigend
  • antioxidativ
  • Immunsystem stärkend
  • klärt den Geist
  • vitalisierend
  • entgiftet Schwermetallen wie Quecksilber & Blei, sowie Halogene wie Brom, Fluor, Chlor
  • regt die Fettverbrennung an
  • verhindert übermäßiges Zellwachstum (wie bei Zysten, Knoten, Hyperplasie, Tumoren)
  • verhindert die Aufnahme von radioaktivem Jod in Drüsen & Gewebe

„Leide ich an einem Jod-Mangel?“

Ob auch du evtl. unter einem Jodmangel leidest, kannst du recht einfach in einem Selbsttest feststellen.
Dazu benötigst du nach der Methode von Dr. Klinghard lugolsche Lösung.
Empfehlung:

„Lugolsche Lösung (5 %)“ von „Regenbogenkreis“

Die Lösung trägst du auf einem 5 cm x 5 cm großem Streifen auf die Haut auf.
Je schneller die Verfärbung durch das Jod innerhalb von 24 Std. verblasst, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Jodmangel.

Zusatz-Info:
Jod braucht, wie alle Mirkonährstoffe, Mitspieler, die es bei seiner Arbeit ergänzen und unterstützen.
In diesem Fall wäre es Selen.
Auch Selen-Mangel ist bei uns weit verbreitet und daher solltest du auch immer auf deinen Selen-Spiegel ein Auge haben.
Oft wird Jod supplementiert, aber Selen vergessen, weshalb das Jod nicht seine volle Wirkung entfalten kann.

Paranüsse liefern zum Beispiel rund 103 µg Selen bei 100 g.
In guter Bio-Qualität findest du hier: „Paranüsse, Rohkost, Bio

Jod-Überschuss/ -Überdosierung
Nicht nur ein Jodmangel kann zu Beschwerden führen, auch eine Überdosierung bringt,- vor allem auf lange Sicht,- Beschwerden und Erkrankungen mit.

Die Empfehlung in Deutschland liegt bei max. 500 µg die nicht (für längere Zeit) überschritten werden sollte.
Japaner allerdings scheinen Dosierungen von 1 bis zu 3 mg durchaus gut zu vertragen.

Trotzdem gibt es keinen Grund dafür auf Dauer den Jod-Speicher zu überstrapazieren.
Die Symptome bei einem Jod-Überschuss ähneln dem Mangel sehr.
So verwundert es manche, dass ein Überschuss ebenfalls zu einer Unterfunktion der Schilddrüse führen,- obwohl die Unterfunktion eigentliche eine typische Folge der Unterversorgung ist.

Folgen bei einer längeren Jod-Überdosierung:

  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Morbus Basedow
  • Hashimoto-Thyreoiditis (Schilddrüsenentzündung mit
    Über- oder Unterfunktion)
  • Blockade der Jodaufnahme in die Schilddrüse
  • Schilddrüsenunterfunktion und damit Blockade der
    Hormonfreisetzung
  • Verzögerung der mentalen Entwicklung (Motorik,
    Problemlösungsverhalten und psychosozialer Reife) bei
    Kindern
  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut

Des Weiteren gilt zu beachten, das Jod entgiftende Wirkungen bei Brom, Chlor, Fluor und Metallen hat.
Daraus kann eine Erstverschlimmerung erfolgen, wenn man die Jodzufuhr (über die normale Aufnahme aus der Nahrung) erhöht.

Dies wird häufig fälschlicherweise als eine Folge der Überdosierung deklariert,- dabei kann es erst zum Andocken der Giftstoffe an die entsprechenden Rezeptoren kommen, weil ein Jodmangel vorlag.
Durch eine normale Ernährung ist eine Überdosierung kaum möglich.
Solltest du Bedarf an einer hoch dosierten Jod-Therapie haben, so ist es ratsam sich professionelle Unterstützung zu nehmen.

Zusatzinfo:
Experimente* an männlichen Ratten zeigten außerdem, dass eine dauerhafte Überdosierung sich negativ auf den Testosteron-Haushalt auswirken kann.
Des Weiteren wurden dadurch die Fortpflanzungsorgane beeinflusst und die Bildung von freien Radikalen (oxidativer Stress) wurde angeregt.
* https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26701334 (Stand Oktober 2020)

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