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Endometriose – unterschätzte Pein ohne Heilung?

Bei der Endometriose handelt es sich um eine zwar meist gutartige, aber schmerzhafte Veränderung und Wucherung der Gebärmutterschleimhaut.
Sie wird von den Ärzten fast immer als chronisch bezeichnet, die Ursache ist bis heute ungeklärt und die Standard-Behandlung sieht eine (fast) durchgehende Einnahme der Anti-Baby-Pille vor.

Gravierende Fälle der Endometriose können bis zum Darm und den Scheidenwänden ausufern und es kann ebenfalls zu Unfruchtbarkeit kommen.

In ganz seltenen Fällen wird auch von einem Übergriff auf Lungengewebe oder gar auf das Gehirn berichtet.

Da die Ursache noch unklar ist, gibt es aus schulmedizinischer Sicht aktuell auch keine präventive Maßnahmen.

Eine komplette Heilung ist auch nicht möglich,- nach Ansicht der Schulmedizin,- da es generell zu einem erneuten Ausbruch kommen kann,- selbst wenn betroffenes Gewebe entfernt wurde.

Eine komplette Entfernung der Gebärmutter scheint aktuell die einzige Maßnahme zu sein, um der Wucherung Einhalt zu gebieten.

Jene, die darunter leiden und die Pille als Medikament zur Linderung nutzen, geben auch an, dass sie eine starke Verbesserung bis hin zur Symptom-Freiheit verspüren.

Ich hab das Netz durchforscht und bin dabei auf zahlreiche Erfahrungsberichte gestoßen, von betroffenen Frauen, die einen alternativen Weg eingeschlagen haben, weil sie sich nicht mit „chronisch“ und „Dauer-Pille“ zufriedengeben wollten,- und siehe da, es kommen einige hilfreiche Ansätze zusammen, welche entweder für Linderung oder auch für einen kompletten Stopp der Endometriose gesorgt hat.

So mancher Familienzuwachs gesellt sich in die Erfahrungsberichte ebenfalls hinzu,- Endometriose kann eine Schwangerschaft durchaus verhindern und bereitet auch Probleme in der Schwangerschaft, sodass ein erhöhtes Risiko für einen Abort oder eine Frühgeburt besteht.

„Was ist die Ursache für Endometriose?“

Wie bereits geschrieben, ist die Ursache für Endometriose bislang ungeklärt.
Allerdings lässt sich in fast allen Fällen eine Östrogen-Dominanz vorfinden, was eigentlich immer mit einem Progesteronmangel oder Resistenz einhergeht.
Ergo haben wir hier ein hormonelles Ungleichgewicht.

Anmerkung: Fälle, in denen dieses Problem nicht vorliegt, sind mir nicht bekannt und dazu habe ich auch keine Erfahrungsberichte gefunden.

„Woran erkenne ich, ob ich von Endometriose betroffen bin?“

Bis die Diagnose Endometriose steht, müssen viele Frauen einen sehr langen Leidensweg gehen.
Die durchschnittliche Dauer bis zur Diagnosestellung beträgt sage und schreibe 7-10 Jahre!

Zum einen liegt es daran, dass die Endometriose kein klares Symptombild hat.
Mögliche Symptome:


– Unterleibsschmerzen vor/während der Periode – nicht alle sind davon betroffen
– Unterleibsschmerzen unabhängig von der Periode
– starke und lange Monatsblutung
– Schmerzen beim/ nach Sex
– Blut, Krämpfe oder Schmerzen beim Toilettengang
– unerfüllter Kinderwunsch
– Harndrang
– Verdauungsbeschwerden; Verstopfung, Blähungen, Durchfälle
– Zwischenblutungen
– Zysten
– Schmerzen beim Eisprung
– Kopfschmerzen/ Migräne
– Rückenschmerzen, die bis in die Beine ausstrahlen

Wie du siehst, ist das Symptombild sehr umfangreich und unspezifisch, da es auch auf viele weitere Erkrankungen zutreffen könnte.

Manche Frauen haben gar keine Beschwerden, manche haben solche Schmerzen, dass sie in Ohnmacht fallen.


Zum anderen liegt das späte Erkennen leider auch daran, dass sehr viele Ärzte und auch die Gesellschaft das Leiden der Betroffenen herunterspielen und nicht ernst nehmen.

In vielen Berichten konnte ich nachlesen, dass die Betroffenen ihre Beschwerden beim Arzt ihres VERTRAUENS vorgetragen haben und dieser sie einfach mit Schmerzmitteln abgespeist hat,- ohne Untersuchung, ohne genauer auf alles einzugehen,- Enttäuschend!

Anmerkung zu Schmerzmittel:
In vielen Fällen sind die Schmerzen so unerträglich, das Schmerzmittel durchaus legitimiert sind.
Was viele Ärzte allerdings „vergessen“ dabei, ist, dass diverse Schmerzmittel bei häufiger Einnahme massiv die Magenschleimhaut angreifen können,- daher müsste ein Magenschleimhaut-schützendes Mittel gleich mitverschrieben werden oder ein Mittel, welches effektiv gegen die Schmerzen hilft, aber die Magenschleimhaut nicht so sehr in Mitleidenschaft zieht.
Bitte sprecht euren Arzt darauf an, wenn ihr ein Schmerzmittel benötigt!

Das hat zur Folge, dass die Betroffenen sich,- zu Recht,- nicht ernst genommen fühlen, was natürlich auch auf die Psyche geht und wiederum Auswirkungen auf den körperlichen Zustand hat und dass effektive Maßnahmen einfach viel zu spät eingesetzt werden,- wenn das Kind praktisch schon halb im Brunnen ertrunken ist.

Wenn dein Arzt dich also nicht ernst nimmt, dann fasse den Mut dir einen anderen zu suchen, der auf deine Beschwerden auch wirklich eingeht!
Hilfreich kann eine Suche auf der Seite der „Endometriose-Vereinigung“ sein,- dort findest du auch zahlreiche weitere Informationen,- wenn auch nicht ganzheitlicher Natur, sondern eher schulmedizinisch basiert.

So! Kommen wir nun zu den Hormonen

„Wo werden Hormone hauptsächlich gebildet?“

  • Darm/ Mikrobiom
  • Schilddrüse
  • Hypophyse
  • Hypothalamus
  • Zirbeldrüse
  • Eierstöcke/ Hoden
  • Nebennieren
  • Bauchspeicheldrüse

„Was kann ein hormonelles Ungleichgewicht hervorrufen?“

  • Ernährung – Schadstoff-reich, Mikronährstoff-arm/ Entzündungsfördernd
  • Bewegungsmangel
  • Schilddrüsenfehlfunktion
  • Nebennierenschwäche
  • gestörter Darm/ Dysbalance der Darmflora
  • Sonnenlicht/ Mangel an natürlichem Tageslicht
  • Biorhythmus – zu früh/ spät aufstehen, zu früh/ spät zu Bett gehen
  • Medikamente – natürlich auch alle hormonellen Verhütungsmittel
  • endokrine Disruptoren
  • Stress
  • Umweltgifte
  • niedriger Vitamin-D-Spiegel
  • Trans-Fettsäuren
  • Übersäuerung
  • zu wenig Zell-gängiges Wasser
  • Überbelastung mit (toxischen²) Schwermetallen
  • seelische Verfassung
  • Strahlung/ Elektro-Smog

Viele der Punkte lösen noch zusätzlich oxidativen Stress aus, was Mikronährstoffe auffrisst und Zellen schädigen kann.

„Welche Möglichkeiten habe ich, ein hormonelles Ungleichgewicht in den Griff zu bekommen oder zumindest zu lindern?“

Eine pauschale Aussage zu treffen, finde ich schändlich, da es bei jeder Frau ganz individuell zu betrachten ist.
Am besten setzt du dich mit einer Fachkraft für alternative hormonelle Behandlungen auseinander und besprichst mit ihr die Möglichkeiten, die sich bieten.
Sie kann auch verschiedene Tests und Analysen machen, um zum Beispiel herauszufinden, ob bei dir tatsächlich eine Östrogen-Dominanz und ein Progesteron-Mangel vorliegt.
Hilfreich bei der Suche ist die Seite „Hormonselbsthilfe.de“ <— dort gibt es auch die Möglichkeit eine entsprechende Fachkraft in deiner Region zu finden.

Wenn du dich separat in Eigenrecherche informieren möchtest, dann möchte ich dir die nachfolgenden Punkte mit an die Hand geben.

Pflanzen die den Hormonhaushalt direkt oder indirekt unterstützen und/oder Bio-identische Hormone enthalten:

  • Mönchspfeffer
  • Frauenmantelkraut,- Tinktur, Ölauszug (zum Einreiben)
  • Bockshornklee
  • rotes Maca1
  • wilder Yams
  • Muskatellersalbei-Öl
  • Himbeerblätter/ -Extrakt
  • Brennnessel-Tee
  • Acerolakirsche
  • Zitrusfrüchte
  • Johanneskraut-Öl, zum Einreiben
  • Grün-Tee-Extrakt

Weitere Maßnahmen und Mittel, welche als hilfreich, lindernd oder „heilsam“ in zahlreichen Erfahrungsberichten genannt wurden:

  • Ayahuasca
  • Sitz-Dampfbäder
  • Cannabis
  • CBD
  • Vitamin D + Co-Faktoren
  • MSM
  • OPC
  • Magnesium,- lindert Krämpfe/ entspannt die Gebärmutter
  • Jod + Selen
  • Atemübungen
  • Wärmebehandlung – Wärmflasche, Entspannungs-/ Basen-Bad
  • Akupunktur/ Akupressur
  • Carotinoide
  • Antioxidantien
  • Vitamin C, E, B1, B9/ Folat/ Folsäure³
  • Omega³-Fettsäuren4
  • Resveratrol
  • Zink
  • Curcuma
  • „Schindeles Mineralien“
  • „Lavan-Spray Sensitive“
Anleitung für ein Sitz-Dampfbad

3 EL Heublumenblüten mit kochendem Wasser übergießen und in eine Schüssel füllen, welche in die Toilette passt.
Auf die Toilette setzen und ein Handtuch über den Schoss legen, damit der Dampf nicht entweichen kann.
Ca. 15- 20 Min., anschließend ins Bett, gut zugedeckt und ggf. mit Wärmflasche.

Wichtig:
Beim Dampf erst testen, ob es nicht ggf. zu heiß ist, bei Bedarf kaltes Wasser nachgießen, bis die Dampftemperatur stimmig ist und du dich nicht verbrennst.

Bis hierher soll es nun erst mal reichen mit den ganzen Informationen.
Das Thema Endometriose ist meiner Meinung nach noch nicht in der Gesellschaft wirklich angekommen, wird abgetan und verharmlost.
Dazu kommt, dass immer mehr Frauen davon betroffen sind.
Ich werde diesem Thema noch weitere Artikel widmen, da ich denke, dass sehr viele nach alternativer Hilfe suchen und dafür reichlich Anhaltspunkte brauchen, um sich umfangreich und ganzheitlich zu informieren.
Dieser Artikel hier wird auch noch nicht abgeschlossen sein, da ich weitere Möglichkeiten hinzufügen werde und auch Behandlungen ergänze,- wie das Sitz-Dampfbad,- um die Beschwerden zu lindern.

Zu 1
Es finden sich zahlreiche Artikel über rotes Maca, in denen vor dem Einsatz gewarnt wird bei Endometriose.

In diesen Artikeln wird immer wieder darauf verwiesen, dass bei der Endometriose eine Östrogen-Dominanz,- in der Regel,- vorliegt und man dieses durch rotes Maca nicht noch zusätzlich verstärken möchte.
Dabei geht man auch noch auf die Wirkung von Phytoöstrogen ein und stelle das Maca dar, als würde es Phytoöstrogen enthalten,- das entspricht aber nicht der Realität!

Maca,- egal welche „Farbe/Sorte“,- enthält keine Phytoöstrogene oder andere pflanzlichen Hormone, sondern wirkt sich ausgleichend und stabilisieren auf den natürlichen Hormonhaushalt aus.
Es wirkt eher Progesteron-stärkend und kann damit,- meiner persönlichen (!) Meinung nach,- durchaus sinnvoll bei der alternativen Endometriose-Behandlung eingesetzt werden.

Mir ist KEINE Studie bekannt, die eine Wirksamkeit bei Endometriose belegt,- das möchte ich deutlich sagen; es handelt sich um meine unfachliche persönliche Meinung und Einschätzung,- jedoch findet man etliche Erfahrungsberichte im Netz, die für eine erfolgreiche Wirksamkeit sprechen.

Zu ²
Wenn wir das Wort Schwermetalle hören, denken wir gleich an schädliche Metalle, die in unserem Körper rumwabbern, sich ablagern und für Krankheiten sorgen.
Dabei zählt z.B. auch das essentielle Eisen zu den Schwermetallen.

Es wurde zum Beispiel in Studien festgestellt, das Endometriose-Betroffene häufig einen erhöhten Eisen- oder Nickel-Spiegel aufweisen.

Ich bitte darum hier mal mit einem differenziertem Auge an die Sache zu treten,- es gibt generell toxische Schwermetalle, aber auch welche die wir zwingend brauchen.
Diese können im Mangel sein oder aber im Überschuss vorkommen,- auch hierauf muss geachtet werden.

Es ist zumindest von einer Frau bekannt, dass sie aufgrund anderer Beschwerden ihre drei Amalgam-Füllungen hat entfernen lassen und damit sind dann auch ihre Endometriose-Beschwerden verschwunden.

Wichtig: Wenn du Amalgam haben solltest, dann such dir bitte einen Zahnarzt, der sich an die Schutzvorrichtungen beim Entfernen hält.
Es gibt hierbei leider „solche und solche UND solche“…
Manche Ärzte sind der Meinung, dass das Entfernen so viel Quecksilber freisetzen würde, dass es sinnvoller sei die Füllungen zu behalten.
Andere halten sich leider nicht wirklich an die Schutzvorrichtungen und einige qualifizierte gehen sogar so weit und raten ihren Patienten dazu, dass sie vor und nach der Behandlung entgiftende (Binde-) Mittel,- wie z.B. medizinische Aktivkohle nutzen sollen.
Bitte such dir so einen kompetenten Arzt und informiere dich vorher ausführlich darüber,- und dann raus mit dem Zeugs!

Zu ³

„Schlussfolgerung: Thiamin, Folat, Vitamin C und Vitamin E aus Nahrungsquellen stehen in umgekehrtem Zusammenhang mit dem Endometriose-Risiko. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Schutzmechanismus möglicherweise nicht mit den Nährstoffen selbst zusammenhängt, sondern eher mit anderen Komponenten von Lebensmitteln, die reich an diesen Mikronährstoffen sind, oder mit Faktoren, die mit einer Ernährung mit hohem Gehalt an diesen vitaminreichen Lebensmitteln korreliert sind.“ Auszug aus einer dieser Studie = „Eine prospektive Kohortenstudie über die Aufnahme von Vitaminen B, C, E und Multivitaminen und Endometriose

Zu4

Bzgl. Omega³-Fettsäuren, Vitamin D, B und Magnesium gab es ein informatives Interview der „Deutschen Apotheker-Zeitung“ mit Herrn Prof. Kisters und Herrn Gröber, die Erfahrungsberichte mit diesen Mikronährstoffen ausgewertet haben.
Beschwerden lindern: Welche Mikronährstoffe bei Endometriose eine Option sein können

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