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Endokrine Disruptoren

Was sind endokrine Disruptoren (kurz: EDC´s ) ?

Als endokrine Disruptoren bezeichnet man chemische Stoffe aus der Natur und vor allem auch aus dem Chemiebaukasten des Menschen, welche die endokrinen Drüsen, Hormone oder die Rezeptoren beeinträchtigen können.
Kurz gesagt: Sie greifen in die natürliche und empfindliche Hormonbalance des Körpers ein.

Warum werden endokrine Disruptoren immer kritischer betrachtet?

Die Vermutungen, dass sich die EDC’s negativ auf den Hormonhaushalt auswirken und dadurch entsprechende Krankheiten hervorrufen wird immer größer.

Auch sind inzwischen sehr viele Zusammenhänge mit Krankheiten bestätigt worden.
Es bleiben in vielen weiteren Bereichen noch eindeutige Aussagen und Studien abzuwarten,- die aktuelle Tendenz zur Bestätigung der Vermutung ist allerdings sehr hoch!

Die Hauptthemen in denen EDC’s diskutiert werden belaufen sich auf folgende Punkte:

1. Fortpflanzung,- EDC’s stehen unter dem Verdacht die weiblichen und männlichen Fortpflanzungshormone derart zu beeinflussen, dass sich daraus nicht nur Erkrankungen wie:
Impotenz, vorzeitiger Haarverlust (auch Frauen sind betroffen), PCO-Syndrom, PMS, Endometriose usw. ergeben könnten, sondern auch die generell die Fruchtbarkeit stark gemindert wird oder im schlimmsten Fall komplett verloren geht.

All diese Erkrankungen und Beschwerden sind in den letzten Jahrzehnten um ein vielfaches angestiegen!
Unser Lifestyle und vor allem die Ernährung tragen daran sicherlich eine große Schuld, die Wirkungen der EDC’s sind allerdings nicht zu unterschätzen, in meinen Augen.

2. Einige Krebsarten sind hormonell bedingt.
Derzeit sind diese Arten noch unzureichend erforscht, wie stark sich die EDC’s auf Krebsentstehung und -wachstum auswirken können.

3. Schilddrüse und Stoffwechsel,- sowie auch andere Hormonsysteme im Körper scheinen auf die EDC’s stark anzusprechen und werden durch sie negativ beeinflusst.

Des Weiteren haben Testergebnisse zu einem unvermuteten und erstaunlichem Ergebnisse geführt: Mäuse die EDC’s ausgesetzt waren neigten zu einer massiven Gewichtszunahme und entwickelten eine krankhafte Adipositas!

Sie bekamen das gleiche Futter, in der gleichen Menge wie die Vergleichs-Gruppe,- der einzige Unterschied machten hier die EDC’s!

Eine Wissenschaftlerin berichtete, dass sie neue Käfige für die Mäuse anschaffen mussten, weil die Alten einfach für die Größe zu klein geworden sind, so stark hatten die Mäuse zugenommen.

Mit diesem Nebeneffekt hatten sie nicht gerechnet!

4. Die Auswirkungen auf die Umwelt und die Tiere steht ebenfalls unter Beobachtung.

Es haben sich zahlreiche Auswirkungen hinsichtlich der Fortpflanzung und Entwicklung verschiedenster Tierarten gezeigt.

So haben z.B. bei einer Fischart die Männchen ihr Geschlecht unter dem Einfluss von EDC’s zu weiblich verändert.

Ähnliche Vorgänge wurden bei Froscharten festgestellt.

Unter Verdacht stehen weitere Erkrankungen:

  • Demenz
  • Parkinson
  • fötale Entwicklungsstörungen
  • IQ-Verlust
  • erhöhtes Diabetesrisiko
  • Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten bei Kindern
  • abnormal kleine Penisse
  • mangelhafte Hodenausbildung
  • abnormale Formen der Eierstöcke
  • Feminisierung
  • Allergien
  • ADHS
  • Autismus
  • Libidoverlust
  • Osteoporose
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wo finde ich diese EDC’s?
Kurz und bündig: ÜBERALL!

Ob in der Nahrung, in Kleidung, in Möbeln, Kosmetika, im TV, dein Smartphone, Hygieneartikel, Raumerfrischer, Reinigungsmittel, Tapete…

2020 wurden alle BPA-haltigen Thermopapierrollen aus dem Verkehr gezogen, da man pro Kassenbon rund 500 µg BPA mit gereicht bekam.

Wurde dir schon gesagt, dass ein Kassenbon, eine Fahr- oder Eintrittskarte eigentlich in den Restmüll und nicht in das Altpapier gehören sollte?
Damit würde sich ein Wiedereintritt als recyceltes Papier für z.B. Toilettenpapier vermeiden, bei dem die Stoffe wie BPA noch besser vom Körper aufgenommen werden könnten!

Im Sommer 2018 wurde eine Studie durchgeführt die in 60 % der getesteten Haushalte EDC-Rückstände allein von handelsüblichen Pflanzenschutzmitteln aufweisen.

Vor allem sind alle im zeugungsfähigen Alter, alle Embryos und Kinder von der Gefahr betroffen.
Ein Kind kann schon vor seiner Geburt massiv geschädigt werden und die Auswirkungen sind vielleicht erst Jahre oder Jahrzehnte nach der Geburt erkennbar.

Die Zeugungsfähigkeit sinkt in den vergangenen Jahren massiv und immer mehr sind von unerfülltem Kinderwunsch betroffen.

Anbei findest du weiterführende Informationen, wenn du mehr über das ganze Thema wissen möchtest:

Kassenbons sind jetzt frei von Bisphenol A. Darum raten Experten trotzdem zur Vorsicht
Endokrine Disruptoren: Substanzen mit schädlichen Wirkungen auf das Hormonsystem
Wikipedia: Endokrine Disruptoren
Umweltbundesamt: Endokrine Disruptoren
Ärzteblatt: Endokrine Disruptoren trotz Verbot immer noch in der Nahrungskette
EFSA: Endokrin aktive Substanzen
Biomazing: Endokrine Disruptoren in Kosmetik: Der ultimative Guide
Scinexx: Umwelthormone selbst im Hochgebirge
LNOnline: Umwelthormone: Giftige Substanzen im Kinderspielzeug

Dokumentationen und Kurzberichte:

Quarks: Was vom Plastik ins Essen kommt und wie es uns schadet
„Arte: Hormongifte in Alltagsprodukten – Verlieren wir den Verstand?“
3SAT: Gefährliche Umwelthormone

(Die Liste wird noch erweitert werden,- Stand der Links entsprechen dem 08.03.2021)

Falls du dich informiert hast und jetzt nicht weiter weißt, wie du dein Leben umkrempeln kannst, damit du die endokrinen Disruptoren in deinem Alltag reduziert bekommst, dann schreib mich einfach an – Entgiften wir zusammen deinen Haushalt!

Weizengras Vita

2 Gedanken zu „Endokrine Disruptoren

  1. […] Was EDC`s sind, wie sie wirken und warum sie in so großer Anzahl im Alltag anzutreffen sind, kannst du hier nachlesen: „Endokrine Disruptoren„ […]

  2. […] „Was schwafelt die von endokrinen Disruptoren?“ Wenn du meinen Artikel darüber noch nicht entdeckt haben solltest, dann schau bitte hier vorbei: „Endokrine Disruptoren – Die Bedrohung durch Umwelthormone!„ […]

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