„Ich hab Rücken!“ …und noch tausend andere Sachen…

Gründe für Rückenschmerzen:

  1. Bewegungsmangel
  2. Einseitige Bewegung/ Belastung
  3. Nährstoffmangel, fehlender Abtransport von Giftstoffen und/ oder Stoffwechselendprodukten
  4. Psyche

Das Rückenprobleme immer häufiger auftreten ist lange keine Neuheit mehr.

Ich selbst hab mich über Jahre hinweg damit rumplagen müssen und es hat bei weiten nicht nur meinen Rücken betroffen.

Vielleicht erkennst du dich ja irgendwo in meinen Schilderungen wieder und dir kann das ein oder andere von meinen Erfahrungen helfen.

Angefangen hat bei mir alles kurz nach meiner Lehre, mit 18 Jahren. Ich hab seitdem immer nur auf körperlich anstrengenden Arbeitsplätzen gearbeitet.

Gelegentlich bekam ich Schmerzen in den Handgelenkten, was ich auf eine Überbelastung geschoben hab.
Die Schmerzen waren mal Links, sie waren mal Rechts und ich hab nicht weiter darauf geachtet, da sie nach ein paar Tagen immer wieder abgeklungen sind.

Zudem,- jung, dumm, naiv,- wird schon wieder verschwinden, was von alleine kommt.
Damals wäre ich wohl noch mit dem Kopf unter dem Arm arbeiten gegangen,- zu stark fehlgeleitetes Pflichtbewusstsein inkl. Schuldgefühle.

Mag der ein oder andere vielleicht nicht nachvollziehen können,- heute seh ich es auch anders und höre lieber auf meinen Körper, statt dem Chef alles vor die Füsse zu tragen.

Die Beschwerden wurden häufiger, sie nahmen an Intensität zu und auch die Anzahl wurde grösser.

Am „Ende“ sah es dann folgendermassen bei mir aus:

  • Handgelenksschmerzen, ohne Bandagen war nichts mehr möglich, selbst dann starke Schmerzen
  • Taubheitsgefühl in den Fingern, bishin zu Kontrollverlust,- mir sind Sachen aus den Händen gefallen
  • Schmerzen die sich von den Handgelenken bis in den Ellenbogen entlang der Sehnen gezogen haben
  • Ellenbogenschmerzen / Golferellenbogen
  • Muskelschmerzen im Oberarm, stechend, brennend
  • stark berührungsempfindlich im Schultergelenksbereich, Bewegungsschmerz, das Gefühl dass in dem Bereich alles heiss ist. Morgens nach dem Aufstehen war es besonders schlimm. Ich konnte meinen Arm/ Schulter nicht richtig bewegen und es knirschte regelrecht bei jeder Bewegung
  • Schultergürtel dauerhaft verkrampft inkl. Schmerzen, was sich auf dem ganzen Schulterblatt verteilt hat
  • Nackenschmerzen, steif, verkrampft inkl. ständiger starker Verspannungs- Kopfschmerzen
  • Beidseitig starke Ischiasschmerzen, welche in die Beine runtergestrahlt haben, was zur Folge hatte dass ich in den Knien und auch den Füssen Schmerzen hatte, im Oberschenkel Taubheitsgefühle und ab und an ist mir dann auch Bein einfach „weggeknickt“,- meistens rechts

Ich glaube das war es erst mal 😀

Meine Ärzte haben immer zu mir gesagt, dass ich ruhig halten soll, damit ich nicht weiter belaste und „reize“, leckere Ibu 800 waren Standardempfehlung, je nach Schmerzen sollte ich dann in meinem Ermessen dosieren, 2,3,4,5… What ever.

natürlich in balance (3)

Ich hab zu dem Zeitpunkt schon nicht viel für Cortison übrig gehabt.
Allerdings sagte ich mir: „Einmal kannst du es ja versuchen…“
Drei Wochen lang habe ich jeweils 2x in der Woche Cortisonspritzen ins Schultergelenk bekommen.

Resultat: Ich war froh in der Zeit einen Automatik zu fahren, da ich wahrscheinlich zum Schalten nicht in der Lage gewesen wäre!
Statt dass sich eine Besserung einstellt, hatte ich 2-3 Tage lang noch mehr Schmerzen in dem Bereich… Naja, nie wieder!

Da nichts wirklich zu helfen schien, entschieden meine Ärzte dann, dass ich mit grosser Wahrscheinlichkeit mind.einen Bandscheibenvorfall und chronische Ischialgie hätte.

Der einzige Ausweg läge darin zu operieren und mich im Anschluss zu einer Schmerztherapie zu schicken, damit ich auf Schmerzmittel für den Rest meines Lebens eingestellt werden könnte.

Natürlich kamen dann noch so gut gemeinte Ratschläge wie: „Sie müssen sich eine leichtere Tätigkeit suchen!“

Ähm, ja, nee, danke fürs Gespräch!

Auf OP und Dauerbetäubung mit Schmerzmitteln hatte ich natürlich keine Böcke gehabt und mich in der Zeit schon angefangen anderweitig zu informieren.

anti pharma

Es kam mir unlogisch vor, dass ich weniger Schmerzen hatte, wenn ich die ab und an verschriebenen Krankengymnastikeinheiten bekommen hab, in denen ich z.B.mich Massagen und so weiter erfreuen konnte.

Es hat natürlich eine ganze Weile gedauert, aber ich bin dann auf mehrere Sachen gestossen, welche ich für mich versucht habe und siehe da,- die Probleme wurden immer weniger!

Was hab ich getan dafür?

  1. Fand ich den YT- Kanals von „Liebscher & Bracht“.
    Die Vorträge waren sehr interessant und auch die Übungen und die Erklärungen definitiv schlüssig in meinen Augen.
    Ich „zappte“ mich von Video zu Video durch, hab hier und da und dort so manches versucht, bis ich einige Übungen gefunden hatte, bei denen ich merkte: „Okay, hier tut sich was!“
  2. Ebenfalls auf YT habe ich dann den Kanal von „Muskel- und Gelenkschmerzen“ gefunden.
    Der junge Mann sah nicht nur sympathisch aus, seine Erklärungen zu „Triggerpunkten“ usw.erschienen ebenfalls sehr plausibel und auch hier habe ich so manches für mich getestet,- und siehe da; es wurde immer besser!
  3. Zeitgleich begann ich meinen Körper aktiv bei seinen entgiftungsmassnahmen zu unterstützen und habe dafür gesorgt, dass ich mit guten Vitalsstoffen versorgt war.
    Im Rücken lagern sich oftmals viele Giftstoffe ab, durch Blockaden können diese zum Teil nicht abtransportiert und gute Vitalsstoffe nicht geliefert werden. Im Prinzip verhungern die blockierten Bereiche und ersticken zugleich an „Ihrem Müll“.
    OPC und MSM haben hier für mich eine grosse Rolle gespielt, da beide den Körper stärken, MSM z.B.gegen Entzündungen hilft usw.
    Informiere dich über die Wirkungsweisen von OPC und MSM.
  4. Ich habe für mich so manchen Punkt in der aktuellen Lage und auch in der Vergangenheit gefunden, die mich so sehr belasteten, dass ich „die Last der Welt“ auf meine Schultern geladen hatte.
    Hier kommen z.B.angestaute Sorgen und Ängste, aber auch übertriebenes Pflichtbewusstsein und „schlechtes Gewissen“ anderen gegenüber dazu. Nein, ich hab keinen Bockmist gebaut, welcher das schlechte Gewissen gerechtfertigt hätte…
    Vielleicht kennt ihr das Gefühl, wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, die Polizei fährt an euch vorbei und ihr „zieht den Kopf ein“ obwohl ihr wisst, dass an eurem Auto usw.alles in bester Ordnung ist. 😀
    Verminderter Selbstwert, Stress, allen alles recht machen wollen und noch vieles mehr!
    atlas-2433967__340

    Die Last hat auf meine Schultern gedrückt und ich habe im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf zwischen den Schultern eingezogen.

    Innen wie aussen,- ist bei dir im Innern irgendwas nicht Natürlich in Balance,- so wird sich das Ganze auch im aussen zeigen!

    Als ich das für mich erkannte, war es der Anfang vom Thema Persönlichkeitsentwicklung für mich.
    Welch Segen!!!

SO!
Dit Janze ist natürlich NICHT innerhalb von weniger Tage weg gewesen!
Alleine schon das „herausfinden“ was für mich auf meine Situation passt, hat Wochen/ Monate gedauert.
Dennoch habe ich nach kurzer Zeit schon deutliche Verbesserungen verspürt!

Inzwischen ist es nun etwa 3 Jahre her, als ich damit anfing.

Ich bin so gut wie Beschwerdefrei!
Wenn ich Beschwerden habe, dann weiss ich inzwischen allerdings auch den Grund recht schnell zu lokalisieren und kann diesen dann ausmerzen.
Z.B.wenn man mal so ein richtiges faules Couch- Wochenende einlegt, an dem man gerade nur mit den Hunden raus geht und ansonsten Gott ´nen guten Mann sein lässt.

Oder aber wenn ich mir dann doch mal wieder zu viel „auflaste“,- ich verfalle gerne mal in alte Verhaltensmuster zurück, wenn ich nicht ganz bewusst durch den Alltag stiefle. Geht denke ich mal den meisten von uns so ^^

Auch meine Arbeit ist hin und wieder noch „so ein Thema“ gewesen. Sie ist und bleibt körperlich sehr anstrengend und alles andere als „Körpergerecht“.
Hier musste ich lernen langsam zu machen, was meinen Vorgesetzten natürlich nicht wirklich geschmeckt hat,- Shit Happens!

Auch habe ich mir die Freiheit herausgenommen, dass ich mit meinem Mann die finanzielle Lage durchgegangen bin und siehe da, es ist nicht zwingend notwendig, dass ich 5 Tage arbeiten gehe.
Daher habe ich meine Arbeitswoche auf 4 Tage

Ja, ich weiss es ist nicht „einfach mal so“ möglich!
Auch gerade der finanzielle Aspekt ist so eine Sache, wenn man nicht gerade in das obere Drittel der Mittelschicht oder darüber gehört 😉

Es macht auch nicht jeder Arbeitgeber mit.
Hier war allerdings die Überlegung seinerseits:
„Weniger arbeiten, evtl.weniger Krankmeldungen!“
Daher ist er auf meinen Vorschlag eingegangen.

Ausserdem hab ich so manche Sache in meinem Leben erkannt, die ich nicht mehr so weiter führen möchte wie bisher.
Es ist Zeit alles komplett zu verändern und in dieser Phase befinde ich mich gerade.
Die Erkenntnis und das ins Handeln kommen hat bei mir auch so manchen Knoten zum platzen gebracht.

Es ist NICHT alles das Non Plus Ultra!
Es liegen noch viele Steine vor mir, aus denen ich versuchen muss/ werde/ will Brücken, Treppen, Tore und Kunstwerke zu bauen.

Aber ich habe im wahrsten und übertragenden Sinne des Wortes ganze Tonnen von meinen Schultern, von meinem Rücken abgeworfen!

Das Ganze hier ist MEIN Weg,- du kannst dir selbst die Tipps, was ich getan habe anschauen, musst aber für dich selbst entscheiden was du daraus machst!
Es ist keine Pauschallösung, für jeden bei allem anwendbar!
Auch will ich hier nicht dazu Anleiten, dass du nicht mehr zum Arzt gehst 😉
Das musst du für dich alleine herausfinden…
Wichtig dabei ist,- dass dein Körper Zeit braucht!
Zeit und Geduld!
Die Probleme haben sich bei mir auch über Jahre hinweg aufgebaut und sind nicht von heut auf morgen da gewesen.
Daher kannst du nicht erwarten, dass die Probleme auch von jetzt auf gleich sich in Wohlgefallen auflösen werden!

Versuch deinen Weg zu finden,- glaub mir wenn ich sage, dass die Psyche hierbei wirklich eine immense Rolle spielt 😉
Auch wenn du glaubst: „Ich komm schon mit allem klar!“
Ich wurde eines besseren belehrt.

 

weihnachten(1)

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