Kampf den Unkräutern oder doch nicht?

 

Die ersten warmen Sonnenstrahlen durchstossen die graue Wolkendecke und versuchen die letzten Winterausläufer zu vertreiben, damit der Frühling Einzug halten kann.
Die Vögel beginnen mit ihrem Gezwitscher und da fliegt auch schon der erste Zitronenfalter, auf der Suche nach Nahrung, durch die milde Luft.
Lieblich brummt der erste Rasenmäher sein Solo und durchbricht den Winterbann.
Schnell beeilt sich die Nachbarschaft sich ihm anzuschliessen, damit sie mit dem ersten Schnitt des Rasens bloss nicht hinterher hinken,- wie bei einem Wettkampf.

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Da wird gemäht, den ersten frühen Löwenzahn ausgestochen, Brennesseln mit der Motorsense entfernt und im Beet um die Wette gezupft „was das Zeug hält“.

Nicht selten kommen auch so manche Unkrautvernichtungsmittel in den privaten Gärten zur Geltung.

Stolz wird über den Gartenzaun hinweg mit dem Nachbarn gebuhlt, wer den schöneren und gleichmässigeren Rasen hat.

Und dann ist da mitten drin in den gepflegten Gärten dieser eine Schandfleck!
Welch ein Frevel!
Da wird einige Wochen später erst gemäht, überall stehen Brennesseln in Büschen herum, Löwenzahn aus dem Rasen ausstechen? Pusteblume! Ähm Pustekuchen!

Von Zeit zu Zeit beobachten die fleissigen Gärtner kopfschüttelnd wie die Besitzer hier und da einen Teil des Unkrauts pflücken und in Schüsseln ins Haus tragen.
„Die spinnen doch, die Ökohippies!“

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So läuft es jedenfalls bei uns in der Nachbarschaft ab.
Nicht nur einmal wurden wir darauf angesprochen, ob wir zu faul seien, unseren Garten zu pflegen!
Und der böse Löwenzahn erst!
Der verbreitet sich dank uns durch die Luft auf des Nachbarns Garten!

Selbst „Drohungen“ wie: „Wenn mein Mann noch leben würde, der würde euch was anderes erzählen! Kannste glauben!“

Shit Happens 😛

Mit Faulheit hat unser Verhalten allerdings wenig zu tun.
Wobei der regelmässige Wettstreit zwischen den Nachbarn durchaus amüsant sein kann: während wir uns auf der Terrasse von der Sonne betanken lassen, wird Nachbars Rasen auf milimetergrösse zusammengeschreddert.

Was soll dieser Wahnsinn?
Warum muss ein Garten Unkraut- frei sein?
Was ist eigentlich ein Unkraut?

Im alten Wissen über die Kräuterheilkunde gab es früher keine Unkräuter.
Es waren ganz einfach Kräuter!

Der scheinbare Zwang des „zivilisierten Menschen“ nach künstlicher Ordnung und auch die Pharmaindustrie haben es über Jahrzehnte hinweg geschafft, dass nur noch sehr wenige Kräuter übrig geblieben sind,- mit teils fatalen Folgen!

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Das Insektensterben schreitet immer schneller voran, wodurch auch das Sterben von kleinen Säugetieren und Vögeln ausgelöst wird.
Vernichtung von Lebensmitteln und Heilkräutern, die sich für uns als sehr nützlich erweisen und auch noch kostenlos erhältlich sind.

Die Schulmedizin hat in Zusammenarbeit mit der Pharma gezielt Naturheil- und Kräuterkundige seit ca. 150 Jahren denunziert und ins Lächerliche gezogen.

Jetzt leben wir in einer Zeit des Artensterbens und auch der immer häufigeren scheinbar chronischen Krankheiten.
Die klassische Medizin bietet kaum Abhilfe und schon gar keine Heilung.
In vielen Bereichen werden Medikamente eingesetzt, welche die Symptome der jeweiligen Krankheit unterdrücken,- von Heilung kann keine Rede sein,- aber andererseits neue Beschwerden entstehen lassen.
Hier erfährst du mehr darüber, wie die Pharmaindustrie „Stammkunden“ generiert.

Zu unserem Glück gibt es aber noch immer Menschen deren Wissen von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Altes Wissen angehäuft in Büchern und Schriften, welche nun wieder hervorgekramt werden.

Einige wenige Kräuter wurden in Studien auf ihre Wirksamkeit getestet.
Die meisten sind „unerforscht“ und dürfen offiziell nicht als Heilkräuter, Medikament oder irgendwas in der Art bezeichnet werden.
Gelder werden zur weiteren Erforschung kaum zur Verfügung gestellt.

Lieber investiert man unzählige Millionen in die Medikamentenforschung.
Sieht man sich die Gewinne der einzelnen Pharma- Unternehmen an, dann könnte man anfangen zu munkeln…

Aber was macht unsere „Un“- Kräuter denn nun so besonders?

Kräuter sind reich an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen.

„Dank“ Monokultur, diversen Chemikalien die auf Feldern eingesetzt werden und noch vielen weiteren Faktoren sinkt der Vitalsstoffgehalt in unserer Nahrung immer mehr.
Für uns und unseren Körper ist in herkömmlichem Obst und Gemüse kaum noch etwas Wertvolles enthalten.
Hier erfährst du mehr zu unseren „Lebens“- Mitteln

Erkunde lieber deinen Garten & lass einfach mal wachsen, was dort wachsen will!

Der nächste Frühling kommt bestimmt,- gönne dem Rasenmäher eine verlängerte Winterruhe und lerne die einzelnen Pflanzen in deinem Garten besser kennen.
Im Frühjahr wird es sich schon zeigen, dass dein Garten mit Sicherheit mehr von Schmetterlingen und anderen Insekten besucht wird.
Vögel finden wieder Nahrung und belohnen dich mit ihrem Gesang.

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Die ersten zarten Blätter des „bösen“ Löwenzahns lassen sich zu einem feinen Salat verarbeiten, der eine richtige Vitaminbombe ist, welche den Körper bei der Entgiftung unterstützt und zu einer ausgewogenen Verdauung verhilft.
Garniert mit Gänseblümchen, die auch recht schnell ihr Köpfchen der ersten Sonne entgegenstrecken, machen sich die beiden nicht nur optisch sehr gut in einem reichhaltigen Salat.

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Gundermann kann sogar fast das ganze Jahr über geerntet werden, da seine Blätter auch unter einer Schneedecke frisch austreiben. Reich an Vitamin C, Kieselsäure und Kalium, kann er entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken.
Er kurbelt den Stoffwechsel an und ist im Winter durchaus brauchbar gegen eine lästige Erkältung.

Giersch, weißer Gänsefuß, Brennesseln, Brombeeren, Spitz- und Breitwegerich, wilde Möhre und noch viele mehr lassen sich im Garten finden.

Hast du keinen eigenen Garten,- so kannst du raus in die Natur gehen und dort Kräuter und Pflanzen sammeln, um deinen Speiseplan zu erweitern.

Ebenfalls gibt es sehr viele Ideen im Internet zum Anbau von Kräutern in der Wohnung oder auf dem Balkon.

Bist du dir zu unsicher um einfach drauflos sammeln zu gehen?
Es gibt zahlreiche Bücher, die sich mit Wildkräutern und essbaren „Un“- Kräutern beschäftigen.
Inzwischen gibt es sogar eine App für´s Handy, damit du nicht ständig ein schweres Buch mit herumschleppen musst.
Mit der App „Pl@ntnet“ steht dir eine umfangreiche globale Datenbank zur Verfügung, mit der du Pflanzen bestimmen kannst und auch weitergeleitet wirst zu ihren Verwendungszwecken.
Oder aber du erkundigst dich in deiner Umgebung nach einer Kräuterführung.
Kräuterkundige bieten Führungen an,- zeigen dir wie du die richtigen Sammelorte findest, wie du Pflanzen erkennst,- auch räumt er Unsicherheiten aus dem Weg bei Pflanzen wie dem Bärlauch, welcher gerne mit dem giftigen Maiglöckchen verwechselt wird.
Er kann dir Zubereitungs- und Verwendungsarten zeigen und innerhalb kürzester Zeit wirst du zum modernen Waldläufer.

Die meisten „Un“- Kräuter sind wie z.B. der Löwenzahn sehr widerstandsfähig.
Sie können selbst in schwierigen Regionen Fuß fassen und durchdringen sogar Asphalt.
Genau diese Eigenschaften machen sie so immens wertvoll,- die Kräfte der „Un“- Kräuter werden auf uns übertragen.

Was den „emsigen Gärtner“ schier zur Verzweiflung treiben kann, erweist sich für uns zum Vorteil.

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